header-pos

Wetter


Das Wetter heute

Der Start in das neue Jahr 2018 ist noch keine Woche her und der Dreikönigstag rückt näher, dann wissen viele in der Regentalgemeinde Miltach, dass an diesem alten, kirchlichen Feiertag der traditionelle Jahrtag der hiesigen Feuerwehr gefeiert wird. Dazu gehört der Jahrtagsgottesdienst mit Totengedenken am Vormittag, anschließend der gemeinsame musikalische Frühschoppen im Gerätehaus und am Nachmittag die Jahreshauptversammlung. Im zurückliegenden Jahr 2017 hat die Stützpunktfeuerwehr wieder ihre örtlichen und überörtlichen Aufgaben über das normale Maß hinaus wahrgenommen. Bei 79 Einsätzen wurden von den Aktiven wieder mehr als 981 ehrenamtliche Stunden geleistet. Diese breitgefächerten Dienste gliedern sich auf in Brände, Verkehrsunfälle, Sicherheitswachen und sonstige technische Hilfeleistungen. Wie den Tätigkeitsberichten bei der Hauptversammlung entnommen werden kann, war auch das vergangene Jahr wieder geprägt von vielen gesellschaftlichen Aktivitäten.
Am Anfang der 145. Jahreshauptversammlung in der Vereinsgaststätte des FC Miltach konnte der 1. Vorsitzende Johannes Bergbauer aktive, passive und fördernde Mitglieder, sowie weitere Gäste begrüßen. Unter den Ehrengästen waren der 1. Bürgermeister und stellv. Vorsitzende des KFV im Landkreis Cham Johann Aumeier, der 2. Bürgermeister Ludwig Kappenberger, Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer, Kreisbrandmeister Alexander Beier, Gemeindereferent Franz Strigl, sowie Gemeinderäte und Ehrenmitglieder des Vereins anwesend. Von den Nachbarwehren Oberndorf und Eismannsberg besuchten ebenfalls Abordnungen die Zusammenkunft. Gleich zu Beginn erstattete Vorstand Bergbauer seinen ausführlichen Jahresbericht. Gut besucht war wieder der traditionelle Kappenabend im Januar. Das Maibaumaufstellen vor dem Gerätehaus wurde vergangenes Jahr wieder federführend von der Feuerwehr Miltach ausgerichtet. Aus dem Vereinsjahr nicht weg zu denken ist der alljährlich um den 4. Mai stattfindende „Florianitag“, welchen die Miltacher Wehr ausrichtet und an dem die Feuerwehren aus Altrandsberg und Oberndorf beteiligt waren. Eine Maiandacht beim Jägerkreuz zählt ebenfalls zum festen Bestandteil im Vereinsleben. Für die gute Beteiligung am 150-jährigen Gründungsfest der FFW Chammünster und der Feuerwehr in Lam bedankte sich der Redner. Auch ein Besuch beim 140jährigen Gründungsfest bei der Partnerfeuerwehr in Rathewalde / Sachsen stand Ende Mai auf dem Programm. Das ganze Jahr über sind zudem Feste der umliegenden Wehren, sowie Veranstaltungen der hiesigen Vereine und der Kirche besucht worden. „Ganz besonders danken möchte ich allen Mitgliedern für ihre Mithilfe und ihr eifriges dabei-sein, sowie dem Verwaltungsrat für die harmonische und konstruktive Zusammenarbeit während des ganzen Jahres“, so Bergbauer. Im Ausblick auf 2018 wies der Vorsitzende auf bevorstehende Gründungsfeste hin. Neben dem eigenen 145. Gründungsfest mit Fahrzeugsegnung im Juni steht noch das 120. Gründungsfest mit Fahrzeugsegnung der FF Lederdorn im September an.  
Der anschließende Jahresbericht vom 1. Kassier Christian Röhrl wurde von den Versammlungsbesuchern mit Interesse verfolgt. So konnte man feststellen, dass der Verein auf finanziell recht soliden Beinen steht. Wiederum großzügige Spenden beweisen den sehr hohen Stellenwert der Feuerwehr in der Bevölkerung. Durch die ausgesprochen gute Führung der Kassenbücher konnte den beiden Kassieren und der Vorstandschaft, von den Kassenprüfern Dominik Schmidt und Leo Welter, sowie per Akklamation durch die Versammlung, die Entlastung erteilt werden. Es wurde wieder angekündigt zum 04. Mai dieses Jahres den Vereinsbeitrag von den Mitgliedern per SEPA Lastschrift einzuziehen.
Der Schriftführer Bernhard Wagner blickte in seinem Bericht auf die letzte Jahreshauptversammlung 2017 zurück und stellte die aktuelle Mitgliederzahl vor. Diese Zahl gliedert sich auf in 55 aktive Mitglieder (15 weitere Personen gehören der Jugendfeuerwehr an), 52 passive Mitglieder, sowie 82 fördernde Mitglieder und 9 Ehrenmitglieder. Vier Mitglieder geleitete der Verein vergangenes Jahr zur letzten Ruhestätte auf dem Miltacher Friedhof.
Die Stützpunktfeuerwehr Miltach konnte 2017 auf ein wieder mal ganz normales Jahr zurückschauen. Im aktiven Bereich haben sich die Einsatzzahlen wieder auf ein normales Maß eingependelt. Wie Johannes Bergbauer in seiner weiteren Eigenschaft als 1. Kommandant feststellte, lag auch 2017 der Einsatzschwerpunkt wieder im Bereich der technischen Hilfeleistung. Insgesamt wurde die Stützpunktfeuerwehr Miltach zu 79 Einsätzen (2016 waren es noch 133) gerufen. Zu bewältigen waren 6 Brandeinsätze, 68 Verkehrsunfälle, sonstige technische Hilfeleistungen und 5 Sicherheitswachen oder SAN-Dienste. Bei diesem außerordentlichen Engagement wurden wieder rund 981 ehrenamtliche Stunden von den Wehrmännern aufgebracht. Auf einige der wichtigsten Einsätze ging Kommandant Bergbauer etwas detaillierter ein. Außerdem waren natürlich wieder Einsätze im örtlichen Bereich, z.B. Verkehrsabsicherung bei weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen zu leisten. Dass auch die Ausbildung einen festen Platz hat, verdeutlicht die Übersicht des Kommandanten, wonach die Schwerpunkte in Technischer Hilfeleistung und dem Umgang mit Sondergeräten lag. Weil die Vereinsführung gerade in der Jugendarbeit die Zukunft für die Feuerwehr Miltach erkennt, steckte man viel Zeit und Mühen in dieses Aufgabengebiet, was sich in den Aktivitäten der Jugendlichen das ganze Jahr über wieder spiegelte. Bezugnehmend auf die Ausbildung erwähnte Bergbauer beispielhaft die Frühjahrsübung in Harrling und die Übung im Rahmen der Brandschutzwoche in Blaibach. Der Dank des Kommandanten galt der gesamten Mannschaft für deren stete Einsatzbereitschaft und ihre fachliche Unterstützung. In mehr als 4.893 Stunden bei Einsätzen, Übungen und Weiterbildungen stand das ehrenamtliche Engagement auch letztes Jahr 2017 wieder sehr im Mittelpunkt. „Wenn man dies auf das ganze Jahr gerechnet sieht, sind pro Tag ca. 13 Mann-Stunden aufgewandt worden. Ausgewertet an wie viel Terminen die einzelnen Aktiven teilnahmen, kommt man auf Sage und schreibe 412 Termine die im letzten Jahr zu bewältigen waren.“ stellte der Kommandant heraus. Bei den Neuanschaffungen wurde sowohl die Erneuerung der Schutzanzüge für die Jugend und die erwachsene Einsatztruppe erwähnt, als auch der Ersatz der vorhandenen Funktionswesten. Ein Schlammsauger, ein Hochdrucklöscher, ein Einsatzmonitor und weitere kleinere Anschaffungen waren zu verzeichnen. Diese Investitionen erfolgten vielfach auf Grund von Spendengeldern, sowie der Eigenbeteiligung durch die aktiven Dienstleistenden, aber auch aus den eingeplanten Geldern durch die Gemeindeverwaltung. Ein freudiges Ereignis war natürlich im November der Empfang des neuen HLF20. Nach und nach wird das neue Fahrzeug in der Wehr integriert und die Aktiven haben an den neuen Gerätschaften bereits zu üben begonnen, so dass einer Indienststellung und der kirchlichen Segnung in diesem Jahr nichts mehr im Wege steht. Per Handschlag wurden zum Dreikönigstag offiziell in den aktiven Dienst aufgenommen Felix und Paul Beier, Tobias Meyer und Roland Peintinger.
Befördert zum Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau wurden Katja Wensauer, Tobias Meyer und Roland Peintinger. Zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurden Matthias Wensauer und Patrick Saurer. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden die Aktiven Josef Breu, Paul Pawlowski und Michael Wanninger befördert. Zur Oberlöschmeisterin Stefanie Welter und zum Hauptlöschmeister Markus Schreiner. Für seine 10jährige aktive Dienstzeit konnte der 1. Kommandant zusammen mit der Vereinsführung Josef Breu auszeichnen. 20 Jahre bei der Wehr aktiv ist Johannes Bergbauer. 40 Jahre aktiv im Einsatz befindet sich Martin Mühlbauer und Ludwig Reil. Auch von Vereinsseite wurden wieder Ehrungen für verdiente, langjährige Mitglieder durchgeführt. Für 40 Jahre im Verein fördernd ausgezeichnet wurden Heinrich Alt, Gerhard Aumeier, Ludwig Brey, Franz Martin und Ludwig Weber. Für 50 Jahre Johann Engl, Karl Greiner und Georg Holzapfel, sowie für 60 Jahre Ehrenschirmherr Leo Welter sen. und für 65 Jahre gingen Urkunden und Geschenkgutscheine an Michael Peintinger.
Die Jugendwarte Andreas Prechtl und Martin Krieger erläuterten der Versammlung die Jugendarbeit des abgelaufenen Jahres. Laut Prechtl beteiligte sich die Jugendfeuerwehr rege am Vereinsleben.  38 Termine wurden war genommen. So wirkte man bei der Umweltsäuberungsaktion der Gemeinde im Frühjahr mit und an allen Veranstaltungen des Vereins versuchten die Jugendlichen dabei zu sein. Erstmals nahmen die Jugendlichen am Familienfeuerwehrtag in Oberndorf teil und belegenten beim Wettbewerb den 7. Platz bei 26 Teilnehmergruppen. In den Sommerferien wurde eine gemeinsame Kanutour durchgeführt. Zusammen mit Jugendlichen aus den Feuerwehren Oberndorf und Eismannsberg ging man bei der Jugendleistungsspange in Haibühl an den Start. Im Herbst stand dann wieder die Jugendgroßübung der Jugendfeuerwehren im KBM Bereich Miltach in Bärndorf auf dem Plan. In diesem Zusammenhang bedankte sich Prechtl nochmals bei den Abordnungen der Feuerwehren Oberndorf und Eismannsberg für die gute Kooperation. Auch am Wissenstest auf KBM Ebene in der Miltacher Mehrzweckhalle nahm die Jugend erfolgreich teil.
Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer überbrachte die Grüße des Kreisbrandrates Michael Stahl und des Kreisfeuerwehrverbandes.  2017 bezeichnete er als ein glücklicherweise wieder normales Einsatzjahr, bei dem die Zahlen um gut ein Drittel unter denen des Vorjahres liegen werden. Der Kreisbrandinspektor ermutigte die Aktiven, weiterhin treu ihren Dienst zu leisten und das hohe Ausbildungsmaß, das er in Miltach gewohnt ist, auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Für das Jahr 2018 steht in erster Linie die Gewinnung weiterer Mitglieder in den Feuerwehren auf dem Programm. Das 150jährige Jubiläum des Feuerwehrinspektionsbereiches Bad Kötzting wird außerdem in gebührender Weise gefeiert. Am 1. März wird im Konzerthaus in Blaibach die neue Inspektionschronik der Öffentlichkeit vorgestellt und am 4. Mai wird bei einem Gedenkgottesdienst und einem Festakt im Haus des Gastes in Bad Kötzting gebührend gefeiert. In Miltach trägt natürlich das neue HLF 20 zur Stärkung der Motivation in der hiesigen Feuerwehr bei.
Bürgermeister Johann Aumeier schloss sich den Grußworten der Vorredner an und überbrachte die Grüße der Gemeinde und die des Gemeinderates. In seinen Ausführungen ging er unter anderem auf die Beschaffung des neuen Löschfahrzeuges HLF 20 ein. „Die Gemeinde Miltach investiert darum in ein neues Feuerwehrfahrzeug, weil der Stand der Technik eine zeitgemäße Ausstattung braucht.“ so der Rathauschef. Er zeigte sich auch froh, dass durch Vorleistungen in den Jahren zuvor bereits Ausrüstungsgegenstände für das neue HLF 20 angeschafft und nun dort wieder verbaut werden konnten. Den aktiven zugewandt bat er, sich gut und intensiv mit den neuen Gerätschaften vertraut zu machen, um auch weiterhin das hohe Maß an Perfektion, das von der Miltacher Feuerwehr gelebt wird, aufrecht zu erhalten. Bereits bei der Adventfeier im Dezember hatte der Bürgermeister dem Kommandanten einen Rosenkranz zum Schutz für das neue Einsatzfahrzeug überreicht. In seinen Augen ist die Miltacher Wehr eine „tolle“ Truppe mit einem äußerst engagierten Kommandanten an deren Spitze. Die Gewährung der Einsatzbereitschaft während des Tages ist nach wie vor eine Herausforderung. Er dankte diesbezüglich bei den lokalen Arbeitgebern für die Unterstützung des Ehrenamts, denn bisher klappt dies bei der Feuerwehr Miltach sehr gut. Für die Zukunft sollen die Gemeindlichen Feuerwehrhäuser energetisch besser ausgestattet werden. Die Anschaffung von neuen Fahrzeugtoren ist dabei eine bedeutende Maßnahme. Trotz der Schulhaussanierung mit Erweiterung zu einer offenen Ganztagsschule, die auch in den nächsten Jahren fortgeführt wird und der Gemeindekasse höhere Ausgaben abverlangt, wird die Kommune auch dem Ausbau der Breitbandversorgung, insbesondere in den Außenbereichen des Ortes, aufgeschlossen gegenüberstehen.
Abschließend bedankte sich der Vorsitzende Johannes Bergbauer bei allen Versammlungsteilnehmern und verwies auf den Faschingsstart in Miltach, in diesem Jahr mit dem Kappenabend der Feuerwehr am 20. Januar im Gasthaus Hofmann in Oberndorf. Außerdem lud er schon heute zum 145jährigen Gründungsfest mit Fahrzeugsegnung am 09. und 10. Juni ein.

(Bericht und Bilder Christian Röhrl)