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Als überall bekannter Schutzpatron der Feuerwehren und der Personen im Rettungseinsatz genießt der Heilige Florian in den Kreisen von Feuerwehr und Rettungsdienstwesen einen ganz hohen Stellenwert. Und dass der Heilige seit vielen Jahren auch in der Regentalgemeinde Miltach eine besondere Verehrung erfährt, hat sich wiederum in der Feier des „Florianitages“ gezeigt. Am vergangenen Freitag Abend hat die Gemeinde Miltach, mit zwei Feuerwehren, den Gedenktag dieses Schutzheiligen wieder besonders gewürdigt. Bereits zum 24. Mal wurde dieses Fest in der Gemeinde mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche und der anschließenden Segnung der Mannschaften und der Fahrzeuge auf dem St. Martins-Platz begangen. Die Feuerwehren aus Miltach und Oberndorf feierten gemeinsam diesen Tag.
Am Abend des vergangenen Freitages (also einen Tag vor dem eigentlichen Florianitag am 04. Mai) trafen sich die Feuerwehren aus Miltach und Oberndorf am Gerätehaus in Miltach, um zusammen mit der Blaskapelle „Weißblau Königstreuen“ unter der Leitung von Josef Pielmeier zur Pfarrkirche zu ziehen. In der Pfarrkirche zelebrierte BGR Pfarrer Augustin Sperl den Abendgottesdienst. Unterstützt wurde der Geistliche von vier aktiven Jugendlichen aus den beiden Feuerwehren Miltach und Oberndorf, welche den Ministrantendienst verrichteten. Die Vereinsmitglieder der Feuerwehren hatten ihre Plätze nahe dem Volksaltar eingenommen.
Für die Gottesdienstfeier hatte die Mesnerin Elisabeth Röhrl auch in diesem Jahr wieder, die schöne Figur des Heiligen Florian, die sonst links neben dem Hochaltar im Presbyterium in der Kirche ihren Platz hat, in die Mitte der feiernden Versammlung neben den Volksaltar geholt. In seiner Begrüßung verdeutlichte der Priester das Wirken des Heiligen Florian und seine Hingabe, das eigene Leben für den Mitmenschen auf das Spiel zu setzen. „Die Haltung Florians und sein Einsatz für die Mitmenschen entspricht dem Wort Jesu aus dem Evangelium: Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. Eine größere Liebe hat niemand als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde.“ so der Priester. Sich für die Liebe Gottes bis zuletzt einzusetzen, bis unter das Kreuz. In den Fürbitten, vorgetragen von Josef Prechtl, bat man um den Schutz und die Fürsprache des Heiligen Florian für den Ort und die Einsatzkräfte bei ihrem Dienst und gedachte der verstorbenen Vereinsmitglieder.
Nach dem Gottesdienst formierten sich die Feuerwehrkameraden zusammen mit dem Geistlichen und den Ministranten zur Prozession in Richtung St. Martins-Platz, um die Einsatzfahrzeuge, die technischen Gerätschaften und ihre Mannschaften, die sich im Halbrund dort aufgestellt hatten, zu segnen. Nach einem Dankgebet und den Fürbitten spendete Pfarrer Augustin Sperl den Segen mit geweihtem Wasser und Weihrauch. In seinem Grußwort sprach der 2. Bürgermeister der Gemeinde Miltach, Ludwig Kappenberger, den Verantwortlichen seinen Dank für die gute Organisation und die reibungslose Durchführung dieses Tages aus. Den anwesenden Feuerwehrmitgliedern zollte er seinen Respekt und stellte fest, dass die Gemeindefeuerwehren ihre Aufgaben stets mit großem Einsatzwillen und sehr viel Engagement wahrnehmen. Die Feuerwehrvereine und die Gemeinde arbeiten Hand in Hand gut zusammen. Dass der Hl. Florian von den Feuerwehren verehrt wird, zeigt die Tagsache, dass alle Funkrufnamen der Feuerwehr mit Florian beginnen. Im Namen der Gemeinde und aller seiner Bürger dankte er für den uneigennützigen Einsatz der Feuerwehrkameraden und wünschte ihnen stets ein unfallfreies und Gesundes nach Hause kommen. Die kirchliche Feier schloss mit der Bayernhymne.
Die beiden Feuerwehren zogen anschließend zum Miltacher Feuerwehrhaus zurück, wo der Abend bei einem musikalischen Dämmerschoppen und einer bayerischen Brotzeit ausklang. Erfreulich war, dass sich in diesem Jahr besonders viele junge Feuerwehrmitglieder, besonders aus den beiden Jugendgruppen an das Feier beteiligten. Damit zeigten sie auch, dass sie in der heutigen Zeit weiterhin eine Verpflichtung aufgriffen, den Dank und die Bitte um den Schutz im Dienst am Nächsten unter den Segen der Kirche und seiner Heiligen zu stellen und die Tradition des Florianitages auch zukünftig aufrecht zu erhalten.

(Bericht und Bilder Christian Röhrl)